Mit der Tram ging es von der Tutanchamun-Ausstellung in der Münchener Event Arena zum Schloss Nymphenburg. Von der Haltestelle aus dauert es nur ein paar Minuten und man kann den ersten Blick auf die Schlossanlage werfen. Obwohl auf der Internetseite angegeben ist, dass die Fontänen zwischen 14 und 16 Uhr in Betrieb seien, wurden wir leider enttäuscht . Sehr schön fand ich allerdings die vielen Schwäne, welche sich im Wasserbecken des Rondells tummeln.
Dank unserer Jahreskarte der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen brauchten wir uns nicht in einer Schlange anzustellen, sondern konnten durch Vorzeigen der Karte gleich ins Schloss eintreten. Hier ist Fotografieren ohne Blitz erlaubt und für 3,50 Euro erhält man einen Audioguide mit dem man das Schloss auf eigene Faust erkunden kann.
Das Schloss wurde im Jahr 1664 von Kurfürst Ferdinand Maria in Auftrag gegeben um es seiner Frau Adelheid von Savoyen als Geschenk für die Geburt seines lang ersehnten Thronerben zu geben. Ursprünglich wurde der Mitteltrakt im Stil eines italienischen Landhauses erbaut, jedoch später nach französischem Vorbild verändert. Einige Räume haben ihre originale Barockdekoration erhalten, andere wurden später im Stil des Rokoko und des Klassizismus umgestaltet. In der "kleinen Schönheitsgalerie" hängen Bilder von Hofdamen aus Versailles und im inneren südlichen Pavillon findet man sogar 36 "schöne" Damen aus allen Gesellschaftsschichten in der Schönheitengalerie von König Ludwig I. von Bayern. Im Schloss Nymphenburg findet man auch das Geburtszimmer von König Ludwig II. von Bayern, welcher hier am 25. August 1845 zur Welt kam.
Der Schlosspark ist eines der größten Gartenkunstwerke Deutschlands und wird ebenfalls von der Schlösserverwaltung betreut. Obwohl die Blumenbeete von Vaux-le-Vicomte als Vorbild dienten, sehe ich darin nicht besonders viel Ähnlichkeit und war daher etwas enttäuscht. Der stadtseitige Garten und das Schlossrondell sind jederzeit zugänglich, wohingegen das Gartenparterre und der Landschaftspark nur bei Tageslicht geöffnet sind. Nach Norden besteht ein Durchgang zum Botanischen Garten, welcher in jedem Fall einen Besuch wert ist.

Auch wir begaben uns über einen kurzen Fußweg dorthin. Den Bericht zum Botanischen Garten könnt ihr hier lesen.