"Ich sehe wunderbare Dinge" sagte Howard Carter nach der Graböffnung am 26. November 1922. Vier Kammern, welche teilweise bis zur Decke mit Grabbeigaben gefüllt waren, erstreckten sich vor ihm und am Ende wartete der Sarg mit der Mumie des Pharaos. Die Totenmaske übertrifft alles an Schönheit und Erhabenheit was man jemals von den alten Ägyptern fand und begeistert die Welt auch über 3.000 Jahre später noch immer.
Ich hatte das Glück den Inhalt des Grabes KV62 bereits im Ägyptischen Museum in Kairo zu bestaunen, wollte mir jedoch die Gelegenheit nicht nehmen lassen, bei meinem Besuch in München nochmals einen Blick darauf zu werfen. In der Event Arena im Olympiapark wurden die drei Grabkammern des Tutanchamun auf über 4.000 m² original- und maßstabsgetreu nachgebaut. Zudem waren über 1.000 Repliken der wichtigsten Fundstücke ausgestellt. Der Eintrittspreis von 16 - 19 Euro plus 4,50 Euro für einen Audioguide ist zwar ganz schön happig, aber die Ausstellung war trotzdem sehr sehenswert.
Als erstes betritt man einen Raum in dem man mehr über Howard Carter, die Ausgrabungen und Ägypten erfährt. Dann sieht man einen sehr interessanten Kurzfilm über das Leben von Howard Carter und seine Suche nach dem Pharaonengrab. Anschließend gelangt man in einen dunklen Raum in welchem die Grabkammern nachgebaut wurden und erhält dazu kurze Auszüge aus den Notizen Howard Carters. Die nächsten Räume bieten einen Überblick über die einzelnen Grabbeigaben, der großen Schreine und Särge bis hin zum innersten Sarg und der Totenmaske. Besonders beeindruckend fand ich auch den Thron, den vergoldeten Streitwagen, Schuhe, Schmuck und die Waffen des Königs, welche mit Gold und Edelsteinen verziert sind.

Die Ausstellung wurde bis zum 30. August 2009 in München gezeigt.